Erneuerbare Energien in der Schweiz
Aufgrund der vorteilhaften geologischen Grundlage wird Wasserkraft seit Jahrzehnten in der Schweiz als erneuerbarer Energiequelle genutzt. Die Energie aus Wasserkraftwerken deckt dabei circa 57% des Energiebedarfs (Stand: 2009) und entspricht etwa zwei Atomkraftwerken. Jedoch kann nicht 100% des erzeugten Stroms als Erneuerbar gewertet werden. Dies hängt vor allem mit der Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken zusammen. Bei dieser Art von Kraftwerk handelt es sich mehr um eine Speicherung von Energie als um die Produktion. Der dafür benötigte Strom wird in der Regel preiswert importiert und kommt nicht von erneuerbaren Energiequellen. Die Schweiz hat in den letzten Jahren damit begonnen andere alternative Energiequellen zu benutzen. Diese decken jedoch nach dem Stand von 2009, nicht einmal 1% der benötigten Energie. Den größten Anteil dieser Energiequellen macht Biogas aus, gefolgt von Holz, Photovoltaik und Windenergie.
Projekte wie zum Beispiel das Projekt „Energie Schweiz“ des Bundesamt für Energie BFE wollen dabei aktiv den Stromanteil von Erneuerbaren Energiequellen am so genannten „Strom Mix“ steigern. „Energie Schweiz“ hat sich in diesem Beispiel, die Steigerung des Anteils von Erneuerbaren Energien um 4% vom Jahr 2000 zu 2010 vorgenommen. Diese Ziele erfordern vor allem enge Zusammenarbeit verschiedener Firmen aus der Wirtschaft. Aber auch Zusammenarbeit mit den Kantonen ist von großer Bedeutung. Auch die ersten Unternehmen nutzen die fraktionierte Depolymerisation. Hierbei werden Altöle, Trafoöle, Plastikabfällen aus PPC wiederverwertet. Auch wenn dies keine erneuerbare Energiequelle ist, so ist diese Form der Verwertung wesentlich sinnvoller, als dass die Abfälle über 1000 Jahre in der Umwelt verbleiben oder verbrannt werden. Bei dem aus der Fraktionierten Depolymerisation gewonnen Endprodukt handelt es sich um Diesel. Der Energieaufwand bei dieser Herstellungsmethode ist dabei um bis zu 40% niedriger als bei der Raffination von Erdöl.